Sanierung Mensa Ahornstraße, Aachen
Der Hörsaal gehört zum Gebäudekomplex der pädagogischen Akademie zu Aachen. Dieser wurde Mitte bis Ende der 1950er Jahre durch die Architekten Friedrich Wilhem Bertam und Elmar Lang, sowie den Regierungsbaurat Bierwirth geplant und errichtet. Die Mensa stellt den nordöstlichen Abschluss in diesem Gebäudekomplex dar. Daran anknüpfend folgt der Haupteingang an der Ahornstrasse mit Foyer und der Haupterschließung in den mittleren Gebäudeteil, sowie die Aula. Der zu betrachtende Hörsaal wurde in den Jahren 1969-1971 im Bereich des Wandelgangs an der Ahornstraße zum Innenhof eingefügt. Dabei stellt das Bauwerk eine ästhetische und sensibel gelungene Lösung dar. Der bisher offene Hof wurde geschlossenen, so dass ein geschlossener Innenhof entstanden ist. In den 90er Jahren wurde ein eingeschossiger Anbau zur Unterbringung einer größeren und moderneren Mensaküche am nordöstlichen Kopf des Gebäudeemsembles an der Ahornstraße angefügt. Der ursprüngliche Gebäudekomplex mit Haupthaus, Mensa, Aula steht bis auf den Hörsaal unter Denkmalschutz.
In den 1980er Jahren wurde die Pädagoische Akademie geschlossen und der Gebäudekomplex wurde dem Bereich Mathematik und Informatik der RWTH zugeführt. Diese Nutzung besteht bis heute. Heute dient der Hörsaal als Unterrichtsraum in einer sehr ideal-typisch Ausformulierung mit einem großen Podium und fächerförmig abgetreppten Sitzflächenreihen.
Der Entwurf beinhaltet die denkmalgerechte Sanierung des Altbaus und die Neukonzeption des Küchengebäudes. Zunächst wurden Studien hinsichtlich des Zustands der Oberflächen, dem Feuchteschutz, dem Wärmeschutz und der Akustik gemacht und überprüft an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht. Sowohl die Verbindungsgänge als auch der Bewegungsbereich im Erdgeschoss zeigen stark abgenutzten Bodenbelag auf, der ausgetauscht wird. Die äußere Fassade soll komplett saniert werden, während im Innenbereich eine Sanierung der beschädigten Flächen durch z.B. Betonabplatzungen empfohlen ist. Das neue Gitter bzw. der Sichtschutz der äußeren Fassade wird eine Konstruktion aus Keramik, um Bereiche der Technik zu überdecken. Im Hörsaal sollen Notabläufe zur Dachentwässerung hergestellt werden und eine innenseitige Renovierung aufgrund eines früheren Wasserschadens stattfinden. Die aktuelle Bestuhlung zeigt sich als Klappbestuhlung aus Stahlrahmen mit Holzsitzen und Rücklehnen, die jedoch stark abgenutzt sind. Im Allgemeinen wird es eine Anpassung an den aktuellen Stand der Technik geben. Dazu zählt eine neue Akustikdecke sowie eine neue Lüftungsanlage gemäß der Planung TGA und ein überarbeitetes Brandschutzkonzept.







