Umbau Ladenlokal Lindenplatz, Aachen
Das Wohn- und Geschäftshaus Lindenplatz 20 wurde 1982 nach den Plänen des Architekten K.H. Ritter errichtet. Im Erdgeschoß wurde für den Bauherrn ein Lebensmittelmarkt mit Metzgerei eingeplant. An eine große, zum Lindenplatz orientierte Verkaufsfläche, schlossen Kühlräume, eine Wurstküche und eine Anlieferung im Erdgeschoß des Gebäudes an. Sozialräume waren im Obergeschoß untergebracht. Der Keller wurde als Lager genutzt.
Die Anlieferung erfolgte von der Beginenstraße. Durch ein Rolltor über eine Rampe konnte man in den Anlieferbereich zwischen Verkaufsraum, Wurstküche und Kühllager fahren und auch ein Fahrzeug auf einem hier angeordneten Stellplatz abstellen. Im Genehmigungsverfahren 1992 wurde hier zwischen Anlieferung/Stellplatz und Wurstküche ein zusätzliches rauchdichtes Rolltor mit seitlicher T-30 Tür gefordert, sowie ein F-90 Wand mit T-30 RS Tür zum Verkaufsraum. Ein Aufzug verbindet hier das EG mit dem UG.
Die Wurstküche verfügt über einen auch heute noch intakten 2. Rettungsweg in Richtung Königstraße (siehe Plan G 4.8 8).
Nach dem vor einigen Jahren die Familie Zeis den Lebensmittelmarkt mit der Metzgerei aufgegeben hat, wurden die Räume durch einen Cateringdienst genutzt. Er richtete zusätzlich ein Bistro im Verkaufsbereich ein. Der Cateringbetrieb schloss vor ca. einem Jahr.
Noch zur Zeit der Nutzung als Lebensmittelmarkt oder während der Cateringnutzung wurde das rauchdichte Rolltor von dem ursprünglichen Standort an den Fuß der Rampe versetzt.
Geplant ist nun einen Nutzungsänderung zu einer Fahrradwerkstatt. Dabei soll die bereits heute in der Mauerstraße 1a existierende Werkstatt der Firma Velo an den Lindenplatz verlegt und auch vergrößert werden um den aktuellen Bedarf gerecht zu werden. Geplant ist den bisherigen Verkaufsbereich in zwei Bereiche zu trennen. Der rechte Bereich soll für die Annahme und Ausgabe von Fahrrädern und E-Bikes genutzt werden. Für die Kunden nicht zugänglich werden neun Montageplätze im linken Bereich der ehemaligen Verkaufsfläche eingerichtet. Ein kleines Büro steht für die Verwaltung zu Verfügung. Die Pausenräume verbleiben im Obergeschoß, die Umkleideräume werden zukünftig im Untergeschoß eingerichtet. Der gesamte rückwärtige Bereich der bisherigen Kühlräume, der Wurstküche und auch das Untergeschoß werden als Lagerflächen genutzt. Die Anlieferung bleibt, jedoch werden keinen PKWs oder LKWs in die Anlieferung hineinfahren. Der Stellplatz ist nicht mehr erwünscht und soll entfernt werden. Laut beigefügter Stellplatzberechnung reduziert sich der Stellplatzbedarf für PKW von 6 auch 4 Stellplätze.
Durch den Wegfall der Nutzung des Anlieferbereichs durch Kraftfahrzeuge soll auch die in der Baugenehmigung von 1982 eingetragenen Brandschutzanforderungen neu betrachtet werden. Geplant ist das rauchdichte Rolltor nicht wieder einzubauen, die Tür zum großen Lager durch eine einflügige Tür zu ersetzen (Rohbaubreie 1,25m) und die Tür zwischen Werkstatt und Anlieferung ebenfalls auf eine Breite von 1,25m zu verbreitern. Dabei ist mit dem vorbeugenden Brandschutz abzustimmen welche der Türen als T-30 RS ausgeführt werden.
Im Untergeschoß sollen zwei getrennte WC Anlagen und eine Dusche eingebaut werden. Im Obergeschoß bleibt das vorhandenen WC erhalten.





